Bahnlogik

geschrieben am 3. September 2010

Ich habe mir heute mein Semesterticket gekauft, gültig vom 1.9.10 bis 28.2.11 – ein halbes Jahr also. Der Spaß kostete 133€, was für 6 Monate verdammt günstig ist, angesichts der Tatsache, dass ich ihm gesamten VRN-Netz herumfahren darf wie ich lustig bin (nützt mir zwar nicht unbedingt sooo viel, aber es ist praktisch). Nun war die Dame am Bahnschalter, die mich abgefertig hat eine überkorrekte, wahrscheinlich frisch ausgebildete Bahnservicekraft (oder wie man auch immer die Leute da offiziell bezeichnet). Letztes Semester marschierte ich frühmorgens an den Bahnschalter, forderte mein Semesterticket an, musste meine DB-Kundenkarte vorzeigen und bekam das ca. 5 x 2cm große Stück Papier überreicht. Dieses Mal wollte Madame nicht nur meine Kundenkarte, sondern auch meinen Studentenausweis sowie meine Immatrikulationsbescheinigung sehen – und mockierte sich dann darüber, dass mein Studentenausweis noch nicht aktualisiert wurde (da steht noch “gültig bis 31.8.10″ drauf) und ich ohne gültigen Studentenausweis nicht fahren dürfte.

Moment… :angry: ich habe eine Immatrikulationsbescheinigung (die von Madame natürlich sofort ordentlich abgestempelt wurde) vorgezeigt und die Frau stellt mir ein Ticket fürs nächste halbe Jahr aus und meint dann, ich dürfte erst wieder mit dem Zug fahren wenn ich einen aktuellen Studentenausweis habe? Hält die mich für doof oder ist die einfach nur naiv? Soll ich jetzt 1x mit dem Auto zu meiner Hochschule und wieder zurück fahren, da nen frischen Stempel auf meinen Studentenausweis drucken und dann wieder zurückfahren, nur damit ich jetzt mit der Bahn jeden Tag hinfahren kann? Ja nee, ist klar! :lol:
Ich habe schon 4 Semester studiert und wurde in den 2 Jahren kein einziges Mal in irgend einem Zug/Bus oder einer Straßenbahn nach meinem Studentenausweis gefragt (und sowieso nur durchschnittlich 2x pro Monat kontrolliert). Ganz einfach, weil es jedem Zugbegleiter völlig scheißegal ist, ob ich Studentin bin oder nicht, denen gehts nur um ein verdammtes, gültiges Ticket für die Strecke, auf der ich mich befinde (in meinem Fall steht groß und fett “GESAMTNETZ” auf meiner Kundenkarte). Soviel also dazu.

Warum ich das hier blogge? Keine Ahnung, aber ich finds einfach nur lustig. “Hier, Ihre Fahrkarte, aber damit fahren dürfen Sie noch nicht.” Hach ja, die Bahn… :bouncy:

Die Chaotin und Apple

geschrieben am 20. August 2010

Damit wir uns richtig verstehen: ich bin kein Freund von Apple und alles andere als begeistert von der Produktpolitik, genauso wenig wie ich ein Freund von Google bin, weshalb ich mich ja auch letztendlich für ein Windows-Smartphone entschieden habe und nicht für ein Android-Phone – getreu dem Motto: „Das kleinere Übel“.

Google und Apple sind für mich jetzt nicht unbedingt das personifizierte Böse, aber es fällt mir schwer, beiden Unternehmen etwas positives abzugewinnen. Warum? Weil ich irgendwie bei beiden immer an Skynet aus “Terminator” denken muss, wobei das völlig absurder Blödsinn ist, aber wenn ich mir Googles aktuelles Verhalten zum Thema StreetView angucke, läufts mir kalt den Rücken runter. Aber nun gut, ich schweife ab, denn das ist eigentlich ein ganz anderes Thema.

Die Chaotin und Apple. Nun ja. Bevor ich mein Studium begann, war ich eigentlich sehr begeistert von Appleprodukten, besonders vom MacBook, auch wenn ich nie zuvor mit einem in Berührung gekommen war (jaja, die hatten mich genau da erwischt wo sie auch die meisten anderen unbedarften Leute treffen: “Es ist hübsch, es ist nicht Windows, ich wills haben!”). Mein Pech bzw Glück (je nachdem wie man es sieht) war aber immer, dass ich als Hobbypixelschubse und Zockerweibchen eben mit Macs nicht viel anfangen konnte. Photoshop-Kram würde ja drauf laufen und so, aber bei Spielen sah es eher mau aus – abgesehen vielleicht von “World of Warcraft”, aber auf LANs zockt man eben kein WoW. Natürlich weiß ich von der Option, Windows in einer virtuellen Maschine auf einem Mac laufen zu lassen, aber daran dachte ich damals eben nicht, weshalb ein Mac für mich immer mehr oder weniger interessant, aber eben nutzlos blieb, denn mein Rechner muss eben alles können, ein bisschen Photoshop, ein bisschen Gamingkram, ein bisschen Musikkram (Virtual Djing, selbstproduzierte Musik). Das alles zusammen kann halt irgendwie nur Windows, auch wenn dass Linux- und Apple-Jünger nur schwer einsehen können, wenn ich mit ihnen darüber debattiere, weshalb ich als Informatiker eben Windows bevorzuge. Ich will nicht stundenlang mein System konfigurieren müssen bis es läuft (Linux) oder irgendwelche Spiele emulieren müssen, die dann vielleicht nicht mal ordentlich funktionieren (Linux, Apple), außerdem will ich Designkram machen können und zwar nicht mit Gimp, sondern mit Photoshop (Apple, Windows). Im Musikbereich kenne ich mich zu wenig aus, doch es scheint, dass Apple hier das praktischste ist. Dummerweise sollte mein Rechner aber eben auch günstig sowie selbst konfigurierbar sein (Linux, Windows). Ein bisschen von jedem, nur damit man ein Bild davon hat, was ich eigentlich will bzw. nicht will. Bei Twitter hagelt es ja jedes Mal wenn ich mal wieder einen Apple-Anfall habe, Mentions mit „OMG KAUF DIR DAS MACBOOK PRO JETZT, BESTES GERÄT ALLER ZEITEN GOGOGOGO!!!!“ :drop: :no: :sick: (Überspitzt formuliert)

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Zehner-Stöckchen

geschrieben am 22. Juni 2010

Der liebe Tassadar hat in seinem Weblog ein selbstkreiertes Stöckchen gepostet, das ich mal aufgreifen will:

1 Spitzname von dir
1. Chaotin (jedenfalls im WWW, im RL hab ich keinen)

2 Dinge die du gerne isst
Pizza, Lasagne

3 positive Merkmale an dir…
ehrlich, witzig (haha), pragmatisch

…und 4 negative ;)
wechselhaft, schwierig, launisch, zynisch

5 Dinge, die du hasst
lernen, Spinnen, früh aufstehen, Blumenkohl, Autofahren

6 Dinge, die du magst
Schokolade, Musik, Katzen, Winter, Technikkram

7 Städte, die du schon besucht hast (Kleinstädte gehen auch)
Frankfurt, München, Karlsruhe, Prag, Venedig, Wien, Verona

8 Städte, die du noch besuchen willst
London, Rom, Paris, Tokyo, Amsterdam, Oslo, Wellington, Reykjavik

Ein Satz mit 9 Wörtern über deinen heutigen Tag
Heute morgen verpennt und sinnlos in der FH gewesen.

10 Wörter, die dir spontan zum Thema Sommer einfallen
Festivals, Hitze, schwitzen, Klausuren, Schwimmbad, grillen, Lagerfeuer, zelten, Mücken, Sonnenbrand

Konzertbericht: Paul van Dyk – 10 Years of Vandit

geschrieben am 20. Juni 2010

Wie fängt man einen solchen Bericht an? Ich, als quasi “Jungfrau der elektronischen Musik” (das hier war mein erstes Event/Konzert) war so furchtbar nervös, dass mir übel war und hätte ich meine Karte nicht schon längst gekauft gehabt, hätte ich wohl einen Rückzieher gemacht vor lauter Angst. Die Nervosität verflog dann allerdings auf dem Weg nach Frankfurt ein wenig, stieg dann aber rapide an als wir die Location letztendlich erreichten.
Es war ein bisschen chaotisch, die Halle lag hinter zwei riesigen Firmengebäuden im Osten Frankfurts und wir fuhren etwa fünf Mal dran vorbei und drum herum bis wir dann endlich irgendwo weit, weit weg einen Parkplatz ergattern konnten.
Nachdem wir dann aber das Auto ordentlich für soziale 3€ Parkgebühren am Ende der Welt abgestellt hatten, marschierten mein eigentlich für gewöhnlich eher schwermetallhörender, langhaariger Begleiter C.  (der ein “Immortal”-Shirt trug) und ich (angetan mit meinem “Ein Herz für DJs”-Shirt, einer rotschwarz gemusterten Jacke und meiner “Konzerttasche” mit Sternchen drauf) zur Halle und trafen unterwegs schon die ersten, ich nenne sie mal “Technomenschen”, die noch recht harmlos und völlig normal aussahen. An einem Auto stand eine ganze Meute Schicksen in Mini-Röcken sowie deren männlicher Proletenbegleitung, die eine Flasche Wodka oder sonstwas rumgehen ließen und uns etwas wie “Scheiß Emos!” hinterherbrüllten als wir an ihnen vorbeigingen. Sympathisches Volk, dachte ich und musste trotz der Beleidigung lachen, denn genau dieses Klientel hatte ich im Vorfeld erwartet und war nicht wirklich überrascht, so etwas zu hören. Dennoch, Subkultur-Fail vom Feinsten und ich wüsste auch nicht, dass einen 2 rosa Haarspangen und ein alternativ aussehendes Outfit gleich zum Emo machen :lol: . Aber nun gut.

Nach etwa 10 bis 15 Minuten Fußmarsch erreichten wir die Location, wo wir uns mit zwei weiteren, etwas, sagen wir, erfahreren Leuten trafen. Einer von ihnen musste herauskommen und uns abholen weil ich mich sonst nicht hineingetraut hätte, denn mir schon wieder richtig schlecht vor lauter Aufregung, aber nun gab es kein Zurück mehr. Wir passierten den Eingang und dann waren wir mitten drin im Geschehen.

Mittlerweile war es etwa kurz nach 23 Uhr und der Support-DJ legte bereits auf. Also quasi die Vorband. Wir platzierten uns zunächst aber etwas abseits, da der Kerl nicht ganz unsere Musik auflegte (statt dessen Minimal und House, langweilig), aber dennoch gut Stimmung bei den anderen Besuchern machte. Ich stand aber erstmal skeptisch herum und beobachtete die Menge nur bis dann der erste wirklich mitreißende Song kam und ich ein bisschen verhalten und ängstlich anfing, ein wenig zu “tanzen”. Mein metallischer Begleiter headbangte was das Zeug hielt und erntete belustigte Blicke. Ihm wars egal, mir auch, denn ich wusste, er würde das tun. Aber jeder so wie er eben mag, nicht?

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30. Tag – Ein Lied, das vor einem Jahr mein Lieblingslied war

geschrieben am 9. Juni 2010

Okay, dafür muss ich ein bisschen weiter ausholen. Ich weiß nicht mehr genau wie und warum, aber ich stieß auf die World of Warcraft-Machinimas von einem Typen namens Oxhorn, der eben nicht nur Filmchen mit der WoW-Engine dreht, sondern auch die Musik dazu macht. Und eben diese hatte es mir letztes Jahr ziemlich angetan, vor allem eben dieses “Oxhorn Brand Medley”, das sich extrem fies in meinem Gehörgang festsetzte und wochenlang nicht mehr verschwinden wollte. Waaaah! Hier ist es:


An Oxhorn Brand Medley

LOLOMGWTGDAIRYQUEENLOLOMGBBTHEQ *sing*

Und damit geht mein 30tägiges Musikmeme zu Ende. ;)

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